Comeback in Langenfeld
Am 13. Juni 2026 traten die Leipzig Lions bei den Langenfeld Longhorns an. Das Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenfünften und -sechsten der GFL-2-Nord hielt, was es auf dem Papier versprach: Ein packendes Duell auf Augenhöhe, das bis zuletzt spannend blieb.
Die Gastgeber aus Langenfeld erwischten zunächst den deutlich besseren Start und setzten die Lions früh unter Druck.
Früher Rückstand für die Lions
Bereits im ersten Offensive Play des Spiels fand Quarterback Wevelsiep (#8) seinen Star-Receiver Hayden Amis (#15). Der Kanadier trug den Pass über rund 70 Yards bis in die Endzone und sorgte damit für das erste Ausrufezeichen der Partie.
Die Leipziger benötigten anschließend etwas Zeit, um offensiv ihren Rhythmus zu finden. Zwar konnte insbesondere Wide Receiver Arthur Dinter (#45) erste Akzente setzen, doch die starke Defensive Line der Longhorns setzte das Leipziger Backfield immer wieder unter Druck.
So blieb die Offensive der Lions zunächst ohne Punkte.
Auf der anderen Seite war die Leipziger Defensive nun endgültig im Spiel angekommen. Immer wieder gelang es der eingespielten Einheit um Middle Linebacker Tim Weidner (#9), die Angriffe der Gastgeber früh zu stoppen.
Dennoch waren es zunächst die Longhorns, die weiter punkteten. Ein Safety von André Hoffmeister (#95) erhöhte die Führung auf 9:0.
Kurz darauf schien die Partie den Leipzigern endgültig zu entgleiten. Nach einem erzwungenen Fumble brachte Linebacker Vincent Träger (#4) den Ball bis tief in die Leipziger Hälfte zurück. Die folgende Chance nutzte erneut Hayden Amis (#15), der per Lauf auf 15:0 erhöhte.
Mit einem 15:0-Rückstand standen die Lions früh mit dem Rücken zur Wand – doch genau dort begann ihre Aufholjagd.
Weidner bringt die Wende ins Rollen
Nach einem weiteren erfolglosen Leipziger Drive meldete sich die Defensive eindrucksvoll zurück.
Tim Weidner (#9) fing einen Pass von Quarterback Wevelsiep ab und trug die Interception über rund 30 Yards direkt in die Endzone zurück.
Der anschließende Extrapunkt misslang zwar, doch die Lions verkürzten auf 15:6 und schöpften neue Hoffnung.
Kurz vor der Halbzeit gelang es Nick Heiko Kretschmer schließlich, per Field Goal auf 15:9 zu verkürzen und die Partie wieder zu einem One-Score-Game zu machen.
Die Lions drehen das Spiel
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Leipziger wie ausgewechselt.
Mit mehr Stabilität im Laufspiel und einer deutlich besseren Abstimmung in der Offensive arbeiteten sie sich Stück für Stück zurück in die Begegnung.
Der verdiente Lohn folgte schließlich durch Fullback Morten Runne (#31), der einen kurzen Pass von Quarterback Elliot Bodman an der Goalline fing und in die Endzone trug.
Nach erfolgreichem PAT gingen die Lions erstmals an diesem Nachmittag mit 16:15 in Führung.
Die Antwort der Gastgeber ließ jedoch nicht lange auf sich warten.
Nach mehreren kurzen Drives war es Wide Receiver Nathan Falconi (#5), der die Offensivflaute der Longhorns beendete und sein Team erneut in Front brachte.
Die anschließende Two-Point-Conversion scheiterte jedoch denkbar knapp an Tim Weidner, der damit seine überragende Leistung weiter unterstrich.
Bodman und Stelzer entscheiden das Spiel
Mit einem Rückstand und nur noch rund dreieinhalb Minuten auf der Uhr stand die Leipziger Offensive vor ihrer letzten großen Herausforderung.
Quarterback Elliot Bodman (#1) übernahm nun die Kontrolle und führte seine Mannschaft entschlossen über das Feld.
Im entscheidenden Spielzug schien Bodman bereits zu Fall gebracht, konnte sich jedoch noch einmal befreien und fand schließlich seinen Lieblingsreceiver Kevin Stelzer (#8), der sich gegen mehrere Verteidiger behauptete und den Ball zum Touchdown fing.
Mit diesem Treffer drehten die Lions die Partie erneut und stellten den Endstand von 22:21 her.
Als es darauf ankam, behielten die Lions die Nerven und vollendeten ein beeindruckendes Comeback in fremdem Stadion.
Wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt
In den verbleibenden zwei Minuten gelang es den Longhorns nicht mehr, das Spiel erneut zu drehen.
Für die Leipzig Lions bedeutet dieser Erfolg einen enorm wichtigen Moral- und Tabellensieg. Nach einem schwierigen Start bewies die Mannschaft Charakter und kämpfte sich eindrucksvoll zurück in die Partie.
Dem Minimalziel Klassenerhalt ist man damit ein großes Stück näher gekommen.
Bereits in zwei Wochen wartet jedoch die nächste große Herausforderung. Im heimischen Sportpark Camillo-Ugi empfangen die Lions den dominanten Spitzenreiter, die Krefeld Ravens.
Um gegen den aktuellen Ligaprimus bestehen zu können, wird es allerdings noch einmal eine Leistungssteigerung brauchen.
